9 Gründe, warum dieser Peta♥ Artikel mich an meine Grenzen brachte.

Unglaublich! 9 Gründe, warum dieser Artikel den Autor von Homoneo.de an seine Grenzen gebracht hat.
Grund 9 brachte mich zum weinen!

Kennen Sie doch, diese Facebook Links, die Sie Ihre Freunde mögen. Also nur, falls Sie Facebook überhaupt benutzen. ( P.S. Homoneo.de jedenfalls tut es: https://www.facebook.com/hpunktneo )
Die billigste und niveauloseste Art Klicks zu bekommen. Ja, auch von mir.
Aber vor allem seitens der Seiten, die nach Aufmerksamkeit schreien, indem sie Toplisten erstellen, die ein Autor in einer Art Metaebene kommentiert, um sie noch lächerlich spannender darzustellen.

Auf diesem Niveau möchte ich Sie nun durch diesen Artikel begleiten. Das fällt schwer. Denn irgendwie hat PETA es mit einem Artikel geschafft, sich fast noch tiefer zu bewegen. Irgendwo zwischen den Leuten, die sagen, dass das RTL Nachmittagsprogramm „asi“ sei, es aber trotzdem gucken und einem PR Berater der FDP.
Worum geht es jetzt genau? Ich präsentiere:

http://www.veganblog.de/2014/09/25/9-gruende-warum-fische-wirklich-traurige-haustiere-sind/#.VChsORYdS1k

9 Gründe PETAs, warum Fische traurige Haustiere sind.

Geschrieben wurde der Artikel (übersetzt aus dem Englischen) von der ausgewiesenen Fischexpertin „Nedelle Torrisi“. Hier finden Sie ihre Homepage: http://advicefromparadise.com .
Das war natürlich Ironie.
Auf ihrer persönlichen PETA Seite sehen Sie außerdem, dass Torrisi Toplisten auch sehr gerne mag.

Und darum geht es nun endlich los:

 

 

 

 

9 Gründe, warum dieser Artikel mich an meine Grenzen brachte.

oder: 9 Gründe, warum Fische wirklich traurige „Haustiere“ sind.
1 – „Fische sind intelligenter, als allgemein angenommen.“
Ja. Das sind manche Fischarten. Genauso wie einige Säugetierarten. Sogar einige Arten der Arthropoden. Also eigentlich alles Leben, wenn man so systematisch verallgemeinert.
Aber zurück zum gigantischen Bereich „Fische“, von denen die Autorin ja spricht. So sind zum Beispiel Vertreter der Familie Mormyridae bekannt für ihre außerordentliche Intelligenz. Das weiß auch der medial bekannte Philosoph Richard Precht. Im verlinkten Artikel steht übrigens auch, dass er Exemplare der Art Gnathonemus petersii in seinem Aquarium hält. Das ist einerseits interessant, da diese Fische nicht allzu häufig gepflegt werden, andererseits auch wieder völlig ohne Relevanz.
Fische können schließlich auch schwimmen.
Und sterben.
Das können übrigens tatsächlich alle Fische. (Und alle anderen Lebewesen.)
Ach und:

Forscher haben herausgefunden, dass Fische sich untereinander erkennen und durch Hören Informationen sammeln. Sie sind in der Lage sich an vergangene soziale Interaktionen mit Artgenossen zu erinnern und sie zeigen ihre Zuneigung, indem sie sich aneinander reiben.

Selbstverständlich haben diese „Forscher“ an sämtlichen Fischarten dieses Planeten geforscht und wissen daher, dass „Fische“ an sich generell dazu in der Lage sind.
Alle. Also fast über 33.000 . Alle gleichgeschaltet, weil die Lebensbedingungen in einer Pfütze in Nevada genau die selben sind, wie im offenen Indischen Ozean.

 

Barsche sind gutmütige und neugierige Tiere. Fische allgemein sind sehr sensibel, haben ihre eigene Persönlichkeit und es tut ihnen weh, wenn sie verletzt werden.“

„Barsche“ sind sehr gutmütige Tiere.

Wie Sie sehen, lachen sie 24 Stunden am Tag, fressen ausschließlich Seetang oder Tofu und kotzen Regenbögen.
Und außerdem fressen sie schon mal den ein oder anderen Hai. Und wie wir dank des Lehrfilmes „Findet Nemo“ ja wissen: Haie sind böse.

Aber was hat das damit zu tun, dass alle Fische „unglücklich“ in einem Aquarium sein müssen?

 

 

 

2- „Ja, Fische spüren Schmerz.“

Ja. tun sie.
Hunde auch.
Katzen auch.
Menschen auch.
und Nasikabatrachus sahyadrensis ebenso.
Schließlich sind es alle Wirbeltiere. Und die besitzen bekanntlich Nervenbahnen.

Dr. Donald Broom, wissenschaftlicher Berater der britischen Regierung, sagt, dass anatomisch, physiologisch und biologisch gesehen das Nervensystem von Fischen dem von Säugetieren extrem ähnlich sei.

Ja.
dar
Seit wann oder wo genau stand das überhaupt zur Debatte? Achja… bei denen

Aber was hat das damit zu tun, dass alle Fische „unglücklich“ in einem Aquarium sein müssen?

 

 

 

3 – „Wenn Sie tropische Fische kaufen, kann es gut sein, dass Sie zum Aussterben einer Fischart beitragen.“

Hm. Wieso eigentlich explizit bei den tropischen Arten?
Was ist zum Beispiel mit Arten der Gattung Etheostoma, die im Heimatland der Autorin Torrisi vorkommen, den USA? Diese wohl kaum als tropisch zu bezeichnenden Arten, die zudem keine gängigen Aquarienfische sind, sind in den USA bereits laut der roten Liste als „bedroht“ eingestuft worden:
E. fonticola , E. moorei , E. nuchale , E. okaloosae , E. phytophilum , E. rubrum , E. scotti , E. susanae , E. tecumsehi , E. akatulo , E. boschungi , E. chienense und E. ditrema .
Dabei sind das nur Arten aus der einen Gattung Etheostoma, die bereits gefährdet sind. Hinzu gesellen sich alleine in dieser eher unbekannten Gattung weitere Arten, deren Bestand verletzlich und/oder rückläufig ist. Dabei sind viele Daten der Roten Liste oft so defizitär, dass gerade bei solch unbekannten Fischen, die bereits in den 70ern akut bedroht waren, ein Aussterben im Jahre 2014 wahrscheinlich erscheint.
Keine dieser Arten stirbt aus, weil sie Aquarianer halten und ironischerweise sind es noch dazu: Barsche. 😉
Und was ist mit Fischen, wie z.B. den Hochlandkärpflingen (Goodeiden), die so stark durch Lebensraumzerstörung bedroht sind, dass sie ohne eine Haltung durch Hobbyaquarianer bald ausgestorben sind, oder dadurch bereits in der Natur ausgestorben sind und nur noch durch private Nachzuchten existieren ?
Schauen wir in das deutlich tropischere Brasilien, falls der Autorin diese Fische relevanter erscheinen sollten:
Was passiert mit den zahlreichen Fischarten des Rio Xingus, wenn der Staudamm Belo Monte fertiggestellt ist?
Viele der durch den Staudamm bedrohten Arten sind beliebte Aquarienfische, von denen oft aber nur noch Nachzuchten im Handel sind, da die IBAMA (eine Art nationale Naturschutzbehörde) seit einiger Zeit die Ausfuhr von Zierfischen streng reglimentiert. Unzählige Arten könnten durch den Staudamm Bau sterben, eine Arterhaltung wird unmöglich gemacht, die Tiere sterben ohne Chance auf Rettung aus.
Anwohner, die auch durch den Export von Zierfischen leben könnten, finden so Arbeitsplätze in der Industrie, die wie man sieht, mit der lokalen Natur nicht gerade umweltbewusst umgeht.
Es wird folgendes Beispiel genannt:

Manche Fischarten, wie beispielsweise der Banggai-Kardinalbarsch, gehören aufgrund von Überfischung inzwischen zu den bedrohten Tierarten. Und das nur, um die Hobby-Fisch Industrie zu befriedigen.

Das stimmt.
Eine Art, die sehr begehrt für die Haltung im Meerwasseraquarium ist.
Das ist jedoch eine der wenigen Ausnahme. Kritisch wird es immer dann, wenn eine Fischart bei vielen Fischhaltern sehr begehrt ist und der „Bedarf“ durch Wildfänge gedeckt werden muss. Seriöse Händler verzichten somit auf solche Arten und greifen auf Nachzuchten zurück. Die somit aber auch immer mehr gefragten Nachzuchten wiederum stabilisieren den Bestand der Art und tragen etwas zur Arterhaltung bei.
Bei den Süßwasserfischen nannte ich bereits in einem anderen Artikel den Fall des Feuerschwanzes, Epalzeorhynchos bicolor, der in der Natur als ausgestorben galt, aber in praktisch jedem Aquaristikgeschäft zu finden ist, weil es große kommerzielle Zuchtfarmen gibt, die diese Tiere nachziehen. Außer für die Aquaristik wäre dieser Fisch nicht interessant gewesen. Doch durch das Interesse an seiner Haltung muss man sich um deren Bestand keine Sorgen mehr machen.
Im Süßwasser ist ein Fall von aquaristischer Überfischung, wie bei so manchen Meerwassertieren, nicht wirklich bekannt. Selbst die großen Importzahlen einer der beliebtesten Süßwasseraquarienfische, dem Roten Neon (Paracheirodon axelrodi) stellen nach derzeitigen Informationen keine Gefahr für den Bestand der Art dar, obgleich der Großteil des „Bedarfs“ durch Wildfänge gedeckt wird. Anders als die allmähliche Zerstörung der natürlichen Biotope. Die größte Bedrohung stellt für Fische die Lebensraumzerstörung dar.
Aber die Autorin differenziert ja sowieso fast nie. Weder zwischen Gewässertypen, noch zwischen Arten.
Sicherlich müssen hohe Zahlen wildgefangener Tiere kontrolliert werden und es darf bei bedrohten Arten nicht zwangsläufig zu einer unkontrollierten Ausfuhr kommen. Wildfänge sind jedoch auch immer ein Grund für die Bewohner des jeweiligen Landes ihre Gewässer zu schützen – vor der Industrie, vor Umweltverschmutzung und -zerstörung, denn sie verdienen ihren Lebensunterhalt durch die Gesundheit der Tiere um sie herum.
Dies ist eine der Gründe, weshalb „Wildfänge“ per se nicht zu verteufeln sind und völlig differenziert, artspezifisch betrachtet werden müssen.
Oft tragen sie einen Teil zum aktiven Umweltschutz bei. Optimalerweise natürlich, wenn sie bei seriösen und engagierten Aquarianern landen, die diese Arten nachzüchten und keine reinen „Verbrauchsaquarianer“ sind.
Aber für PETA und die Autorin gibt es diese Aquarianer ja nicht. Ist ja auch verrückt. Wer besitzt schon mehrere Aquarien, nur weil er Freude daran hat, Arten nachzuzüchten und dabei keinen Wert auf die Optik des Aquariums als Möbelstück legt.
Homoneo.de wird diesen selbsternannten Tierrechtlern aber bald genau das mitteilen und einen Blick in diverse Aquaristik und Terraristik Wohnzimmer werfen.
[Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch einmal auf diese Aktion aufmerksam machen. Hier finden Sie Informationen dazu. Ich suche Menschen, die Tiere halten und nachzüchten, die nicht alltäglich sind und ihr Herzblut hinein stecken. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, melden Sie sich, es ist für einen guten Zweck und für die Sicherung Ihres Hobbys.]

 

 

 

4- „Viele Fische wurden höchstwahrscheinlich aus ihrem natürlichen Lebensraum gerissen.“

Den Punkt habe ich zum Großteil bereits im vorherigen angesprochen.
Interessant ist aber, dass die Tatsache, dass Tiere, die direkt aus der Natur stammen, bei vielen Menschen ganz irrationale Gefühle auslösen. Und zwar in der Form:
„Die Tiere wurden aus ihrem Lebensraum gerissen.“
Was ist jetzt mit Straßenhunden aus Rumänien, die nicht aus dem Leben, dass sie führten gerissen, sondern allgemein hin bekannt gerettet werden?
Sicherlich müssen sie dort befürchten durch den Mensch umgebracht zu werden. Fische aber auch.
Gesellschaftlich weitgehend akzeptierte „Haustiere“ wie Hunde und Katzen werden gerettet, wenn sie auf sich alleine gestellt durch hiesige Gefilde streunen. Andere Tiere, die gemeinhin ja auch von Tierschützern als „Exoten“ denunziert werden, dürfen keine menschliche Obhut erfahren. Fadenscheinige Begründungen habe ich im letzten Artikel ja bereits ausführlich diskutiert.
Die Ausrede ist immer die selbe: „Man das sind doch domestizierte Tiere!“
Wie sind domestizierte Tiere entstanden? Stand zu Anfang der Hundegeschichte nicht der Wolf (Canis lupus)?
Und warum stellen Tiere, die nun über viele tausend Jahren in menschlicher Obhut leben konnten nun Tiere dar, die dieses Recht quasi allein für sich beanspruchen dürfen? Für eine „Tierrechtsorganisation“, wie PETA sich nennt, ist das sicher eine spannende Frage.
Es gibt zahlreiche „Wildfänge“, gerade auch bei Fischen, die sehr zahm werden, aus der Hand fressen und keinerlei Scheu vor ihrem Pfleger zeigen.
Wieso sind diese Fische nun genau traurig?
Ganz einfach: Weil diese Aussage ohne jegliche fundierte Begründung da steht.
Es ist eine rein humanistische Ansicht, voll menschlicher Gefühle, die die Autorin in alle Fischhirne dieses Planeten hinein projizieren möchte, weil sie als Vertreterin der Art Homo sapiens die Freiheit an sich begreifen kann und andere Bedürfnisse hat als eine Anaconda.

 

 

 

5- „Fische sind soziale Tiere, die in ihren kleinen Aquarien dahinsiechen.“

Neben einer von vielen weiteren Unterstellungen, dass alle Aquarien „klein“ seien, wird dieses Argument noch abstruser…

Ja. Wieder alle 33.000 Fischarten aus Süßwasser und Meerwasser das gleiche.
Alle machen das gleiche. Alle wollen einen ganzen Ozean und träumen den Traum vom Fliegen oder vom Eigenheim. Bla, bla, bla, bla.
Es wird langsam immer mühsamer und alberner überhaupt noch Argumente zu finden, ohne nicht mit der Geschichte zur Entstehung der Arten oder gar des Planeten Erde anzufangen, um diese unwissenschaftliche, ideologisch, fundamentalistische Argumentationsweise des Artikels noch irgendwie sinnvoll zu erklären, ohne genauso lächerlich zu wirken.
Der Antispeziesismus von PETA und Co ist unerträglich und tierverachtend, das wird spätestens in solchen Artikeln klar, die keine Unterschiede der Arten kennen und alles überziehen mit einem menschlichen Empathieschleim. Genau wie das Klischee einer Frau Anfang 60, die ihren kleinen Struppi in ihrer Handtasche und im Hundepullover bei sich trägt und mit ihrer falschen Liebe quält.
Was tun zum Beispiel die armen Killifische, die in der Natur in Pfützen vorkommen?
Glauben Sie nicht?

bio
In Französisch-Guyana finden sie in dieser Urwaldpfütze zum Teil richtig große Fische.
Die leben dort. Und sind an diesen Lebensraum angepasst.
Wenn man laut gesetzlichen Bestimmungen diesen Tieren ein entsprechendes Aquarium zur Verfügung stellen würde, sind sie womöglich nicht nur mit der Größe überfordert, sondern auch der Energieaufwand ist für die Tiere um ein vielfacher größer, als in der Natur, da ihre Schwimmblase nicht für größere Wasservolumen ausgerichtet sind.
Steckt man aber einen solchen 12 cm großen Fisch in ein 5l Aquarium mit 5cm Wasserstand (was mehr als in diesem Biotop ist), darf man sich in Deutschland als Tierquäler titulieren lassen.
Dabei wäre der umgekehrte Fall eher die eigentliche Quälerei.
Was bringt einem solchen Fisch nun ein 54l Aquarium?
Und nein, das ist kein Einzelfall. Süßwasserbiotope sehen nun einmal etwas anders aus als ein Ozean. Aber wie wir bisher lesen konnten, ist der Autorin das ja scheinbar schnuppe.
Fisch ist halt Fisch. Und wenn ein Killifisch durch höheren Energieaufwand schneller stirbt, hat er schließlich auch weniger Zeit um traurig sein zu können.

 

 

 

6 – „Wir stammen sehr wahrscheinlich von den Vorfahren der heutigen Fische ab.“

Just…
dardardar

Fotosynthese betrifft uns alle.
Die meisten Menschen können nicht an ihrem Ellbogen lecken.
Und Toastbrot kann man toasten.
Fazit:
Fische sind traurig in einem Aquarium.

 

 

 

7 – „Mit dem Kauf eines Süßwasserfisches unterstützt ihr eine gierige Industrie.“

Etwa 90 Prozent der Süßwasserfische stammt aus Fischfarmen.

Ist das denn keine Nachricht zum feiern?
Also der bessere Grund dafür ist wohl eher, dass die Autorin das Wort „Süßwasserfische“ benutzt.
Leider vergeigt sie es aber sogleich wieder, denn es bleibt schleierhaft, ob dieses Argument irgend eine Relevanz besitzt, wenn es darum ging über „Glück“ und Fische zu sprechen.
Was mich jedoch in meinem Intellekt überfordert, ist, warum Torrisi das nun als Argument nimmt, welches gegen Fischhaltung spricht. Denn wie wir wissen schrieb sie zuvor:

Geschätzte 95 Prozent der Salzwasserfische in Zooläden stammen aus dem offenen Meer

und nahm dieses Argument ebenso, um die Traurigkeit zu rechtfertigen.
Ich würde nicht mal die Zahlen anzweifeln und hätte ähnliches geschätzt. Auch wenn hier keine Quellen vorliegen.
Aber was will man mir hiermit jetzt sagen?!
Ich weiß es wirklich nicht.
Gierig sind Industrien im Kapitalismus leider meistens generell. Darum sind sie mit Auflagen zu belegen, um den Tieren ein gutes Leben zu ermöglichen.
Wenn man aber einen Blick auf die Lösungsvorschläge des Artikels wagt, dann sieht man, wohin der Gedanke gehen soll..

Bitte unterstützt niemals Tierhändler und Zoo-Geschäfte, denn bei ihnen steht der Profit vor dem Wohl der Fische. Seriöse, lokale Hilfegruppen und Tierheime haben oft Fische, die ein neues zu Hause brauchen.

Bitte, bitte, bitte!
Zeigen Sie mir ein Tierheim, dass Fische besitzt.
Selten habe ich realitätsfremdere Dinge gelesen.
Aber wäre schön, wenn es so wäre.
Die einzige Möglichkeit für Aquarianer außerhalb des Handels und Kleinanzeigen Fische zu erwerben, sind Börsen. Aber naja, die will PETA ja ebenso verbieten…
Was bleibt übrig?
Nichts.
Und das ist bekanntlich das, was sich viele Tierrechtler wünschen würden.
Gar keine Tierhaltung.
Keine Arterhaltungsbemühungen.
Und ein Regenbogen Glücksbärchiland.

 

 

 

8 – „Unwissen und Irrglaube ist der Grund für schlechte und unfaire Bedingungen von Fischen.“

Das ist richtig.
Ich bin auch für mehr Aufklärung, ja ich persönlich sogar für die Pflicht einer „Mini Sachkunde“, die zum Erwerb von Fischen oder Reptilien berechtigt, so dass sich auch „Verbrauchstierhalter“ zwangsläufig mit den Haltungsbedingungen ihrer Pfleglinge beschäftigen müssen.
Ein 50 Seiten Heftchen mit grundlegenden Informationen, dass für etwa 15,00€ bei der jeweiligen Gemeinde käuflich erworben werden kann und eine Prüfung bei dem örtlichen Amtsveterinär beinhaltet, welche die Kosten von 50,00€ nicht übersteigen sollte und ähnlich aufgebaut ist, wie die theoretische Führerscheinprüfung. Das ist etwas, was ich mir vorstellen könnte, um sinnvollen Tierschutz zu betreiben und die Haltung von Tieren generell etwas qualitativer zu gestalten. Die Kosten, die dadurch entstehen, wären in einen wirklich sinnvollen Tierschutz gesteckt.
Aber das ist nur so ein Gedanke, den ich persönlich für sinnig halte.
Was schreibt die Autorin zu diesem Problem, der unwissenden Tierhalter?

Viele Leute glauben beispielsweise, dass Kampffische selbst dann überleben, wenn sie nicht regelmäßig gefüttert werden oder in einem Ökosystem, das nicht intakt ist, leben. Ihr Aquarium besteht manchmal aus nichts weiter als einer Vase mit einer Pflanze. Auf diese Weise sind die Fische auf ein ödes und langweiliges Lebens mit langsamem Hungertod verurteilt. In der Natur leben Kampffische in seichten, langsam fließenden Gewässern und Reisfeldern.

Faceplam Alarm!
Kampffische (Betta sp.), die ein langweiliges Leben führen? Das ist natürlich schrecklich. Vielleicht sollte man ihnen lieber so etwas geben. Oder noch besser: Den Todeskampf in der Natur, der entsteht, wenn eine Pfütze, in der sie möglicherweise gerade sitzen, auszutrocknen droht. Das ist doch mal die Action, die so mancher Betta in der Natur hat.
Diese ganzen Aquarianer, die ihre Kampffische in einem Becken ohne Todesgefahr halten und dadurch ein höheres Alter, als in der freien Wildbahn erreichen können (wie bei vielen Tieren), sind schließlich Tierquäler, die ihren Fischen kein actiongeladenes Entertainment Programm liefern.
Fragt sich außerdem, was sie mit einem „intakten“ Ökosystem meint? Betta besitzen nicht von ungefähr ein Labyrinthorgan, welches ihnen die Möglichkeit zur Atmung atmosphärischer Luft ermöglicht, so dass sie auch in sauerstoffarmen Restwassertümpeln überleben können. Das ist wohl weit entfernt, von der allgemeinen Definition von einem „intakten Ökosystem“.
Es ist sicherlich natürlicher den Tieren etwas mehr als eine Plastikpflanze in einer Vase zu bieten.
Ein etwas größeres Gefäß Nutella Glas und Hornkraut, in welchem sie sich verkriechen können tut es auch.
Und ermöglicht den Tieren teilweise ein qualitativ hochwertigeres Leben, als in der freien Wildbahn. Natürlich wieder artspezifisch und situationsabhängig.
Nur die Action gibt es nicht, also den Kampf um Leben und Tod.
So wäre es laut PETA dann vielleicht doch sinnvoll seinen Kampffisch des öfteren trocken zu legen oder Fressfeinde in die Nähe zu bringen, denn dann gehts ab wie im natürlichen Lebensraum!
Action pur halt.
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Huah!

 

 

9 – „Fische werden sie überraschen.“

Es gibt um die 30.000 Arten an Fischen. Sie repräsentieren also mehr als die Hälfte aller bekannten Wirbeltiere. Manche Fischarten können “fliegen”, andere klettern – und einige sind sogar in der Lage ihr Geschlecht zu wechseln.

Sie müssten mich jetzt sehen. Ich lache mir gerade meine Organe aus dem Leib.
Ich hoffe Sie auch, nachdem was ich bisher über die Argumentationsweise dargestellt habe. Bitte vergessen Sie nicht: Es geht Torrisi um 9 Gründe, warum Fische wirklich traurige „Haustiere“ sein sollen…
Ich glaube kaum, dass irgendjemand mehr überrascht sein dürfte, als die Autorin selbst.
Vielleicht merkt sie ja, wie schrecklich dieser Artikel ist, wenn die von mir angeführten Fischbeispiele sie überrascht haben.

Das schöne an diesem Punkt ist mal wieder: Es stimmt!
Doch hat er mit der Überschrift genauso wenig zu tun wie eine Dose Ravioli.

Aber die Autorin hatte fast Recht, denn es war ein Leguan

 

 

Bilder:
Biotopfoto Französisch-Guyana: © Homoneo.de

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