Falsche Ehre, falsch begriffen.

Der Erdowahn ist los. Und ein jeder möchte zum Ausdruck bringen, dass er ein Gedicht entweder mag oder es geschmacklos findet.
Dass das völlig sinnlos ist und an dem Thema vorbei geht,  mag vielleicht nur ein Satiriker selbst verstehen.
Homoneo erklärt es Ihnen jetzt mit einem neuen Erdogan Gedicht.

Falsche Ehre, falsch begriffen.

von Homoneo.de

Von überall da schallt es her:
„Böhmermann? Wo kommt der denn her?“
Lang lag er versteckt im Spartensender
manche hielten ihn gar für Transgender.
Dies ist die Geschicht‘ von Mut, Hass und Satire.
Sie werden sehen: Menschen, die sind Herdentiere.

Eines Tages also da kam Extra 3
die hatten kein‘  Bock mehr auf Erdogans Medieneinheitsbrei.
Drum schrieben sie ein Lied für ihn
Erdogans Schrei schallte vom Bosporus bis nach Berlin.

Eine Strafe sollte her.
Gab es denn in Deutschland keine Satirefreiheit mehr?
Selbst ein Putin als Opfer der Satire
verzichtete auf den Einmarsch seiner Offiziere.

Und so tat Merkel das was sie am besten kann,
warten und weiter sieht man dann.
Der Seibert auf die Meinungsfreiheit hinwies‘
aber der Deal mit den Flüchtlingen blieb fies.

Dann kam der Böhmermann
ob der blasse, dünne Junge es genau so kann?
In seiner Sendung im ZDF Neo
zeigte er der Welt sein richtig derbes Schmäh’o

Doch halt! Da war noch was.
Er sagte es vorher zu all den Kameras.
Dass das was folgte nicht legal sei
und auch in Deutschland ein Fall für die Polizei.

Die Polizei, die hatte Böhmermann
doch war er auch ein Ehrenmann?

Er wollte Erdogan nun zeigen
auch in Deutschland kann man die Grenzen der Satire übersteigen.
Und so fing er an – ganz offensichtlich zu übertreiben…

Um so für den Despot die Grenze zu definieren
doch Erdogan musste man so drauf defibrillieren.
Er verstand es nich‘
und bezog das Schmägedicht auf sich.

Ein Ziegenficker sollte er sein
welch xenophobes Schwein!
Mit Ressentiments spiele man nicht
man sage es dem jenigen direkt ins Gesicht.

Das wäre auch Erdogan lieber behagt
so ist er in weiter Ferne fast verzagt.
Stellte Anzeige als Staats- und Privatsmann
schließlich sei er doch kein Tyrann!

Und plötzlich begann Deutschland zu diskutieren.
Darf ein fremder Staatschef einfach so protestieren?
Jedermann sprach über das Gedicht des Böhmermann
ob man sowas sagen kann?

Nicht nur der Erdogan ist aus der Haut gefahren,
auch Türken selbst wollten ein Rechtsverfahren.
Die hatte Böhmermann doch gar nicht benannt
hatten sie die Satire womöglich gar nicht erkannt?

Die Satire ist auf einer Meta Ebene zu suchen
die Methode war über den Despot maximal zu fluchen.
Übertreibung war ein Mittel zum Zweck
das Gedicht selbst war unverkennbar Dreck.

Das sagte auch Böhmermann
als ob er nichts besseres kann.
Die Kritik am Despoten ist nicht im Gedicht zu suchen
so müssen Erdoganfans Böhmermann auch nicht zu Hause besuchen.

Die Wut der Menschen ist unbegründet
Erdogananhänger und Kritiker haben sich verbündet.
Dabei ist der Inhalt des Gedichts ganz egal
jede Beleidigung nicht real.

Böhmermann hat es zu Anfang klar gemacht.
Hat er geahnt, dass es so kracht?
Sein Fehler war wohl die Menschen zu überschätzen
denn die sehen immer nur das Hetzen.

Es wurde dem Despoten dargestellt
Satire ist in diesem Land sehr hochgestellt.
Doch Grenzen hat auch sie immernoch
Nicht erlaubt zu sagen ist – Erdogan sei ein Arschloch.

Böhmermann solidarisierte sich so mit Extra3
dies war keine Nachmacherei.
Um Erdogan zu zeigen, was Satire nun wirklich sei
nicht wie in der Türkei – sein medialer Einheitsbrei.

12961279_1180963878602633_3011689731803021353_oFoto von dem/der anonymen Künstler(in)
Barbara.

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