Gerati / Peta-nein Danke ♥liebt Peta

PETA hat einen Gegenpol gefunden: Gerati.de oder in Gestalt dessen Facebookseite „PETA – Nein danke“ .
Und beide Kasperlvereine haben erstaunlich viele Gemeinsamkeiten. Entdecken Sie mit mir die unergründlichen Tiefen des stumpfen, unsinnigen Populismus! Zeit für eine neue Serie bei Homoneo.de …

Sie mögen PETA nicht, weil sie Ihnen zu radikal sind? Allesamt pflanzenfressende Hippies, die irgendwie nur Unsinn schreiben? Außerdem sind Sie überzeugter Fleischesser, der Tierschutz irgendwie gut findet, wenn er nur nicht von diesen gottverdammten Hippies praktiziert wird?
Dann sind Sie hier richtig.

Gerati.de alias „Peta – Nein Danke“ hat für Sie immer ein offenes Ohr, schließlich verbreitet diese Seite absolut stichhaltige Argumentationen, wie gleich ihr Titelbild verdeutlicht;

gerati1Ha! Nimm dies Thomas Schröder!
Nur Gerati weiß, dass Thomas Schröder noch nie „Leuzismus“ nachgeschlagen hat. Schließlich sagt er das nicht.
Er sagt auch nicht, dass Löwen Katzen sind! Diese Tierschutzwurst kennt sich biologisch ja überhaupt nicht aus.
Ein Glück, dass es da Gerati gibt und die können googlen. Man munkelt Gerati sei gar der auserwählte Übergoogler, der jeden noch so angedeuteten Wikipedia Wink in Millisekunden auf seinem PC hätte. Und das durch das bloße Schreien von „Fakten“ auf die Tastatur.
Und so diffamieren die schnellsten Finger von Mexiko den „inkompetenten“ Herr Schröder gleich mit ein bisschen Besserwisserei.
Was dabei mit „Verleumdung“ gemeint ist, weiß wohl nur der Urheber selbst.
Ebenso fraglich ist der allgemeine Sinn hinter einer vermeintlichen Aufdeckung wie dieser.
Herr Schröder spricht von einem Gendefekt. Damit sagt er das gleiche wie der Aufklärer von Gerati. Außerdem stellt er richtigerweise heraus, dass es sich nicht um getrennte Arten handelt, sondern eben um die selbe, nur mit einem Gendefekt.
Und weil Gerati einfach der ganze Rest des Herrn Schröders nicht passt, wird ihm ein Strick daraus gezogen, dass er die wissenschaftliche Fachbezeichnung nicht genutzt hat.
Das ist der Gerati Style des investigativen Journalismus!
Doch Gerati wäre nicht Gerati, wenn es nicht fast täglich derartig top recherchierte Skandale herausfinden würde…

gerati2Mit dieser hervorragenden, grafisch hochauflösenden Microsoft Paint Grafik möchte Gerati untermauern, wie fachlich versiert es ist.
Die Seite, die eben noch auf die wissenschaftliche Richtigkeit pochte, wo es nichts zu pochen gab, verkündet nun innerhalb ihres PETA hassenden Horizonts, was so ein „Tierrechtler“ eigentlich ist.
Das Gleichsetzungszeichen möchte uns in diesem Fall wohl sagen, dass „Tierrecht“ bedeutet, dass jene, die sich für Tierrechte einsetzen:

Immer verfassungswidrig agieren.

Klar, denn in der Welt von Gerati existiert unsere Verfassung, in denen Rechte für Tiere existieren, überhaupt nicht.
( http://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html )
Oder liegt es daran, dass der Urheber von Gerati.de in Indonesien sitzt? …

 

Organisierte Verbrecher sind.

Ich erinnere an das Ausgangsschlagwort „Tierrecht“ . Ist also unser Tierschutzgesetz an sich das organisierte Verbrechen?
Oh mein Gott, ob das die Deutschland GmbH schon weiß?…

 

Psychoterror.

Einfach um ein möglichst negatives Schlagwort einzubringen. Das ist schon alles ganz psycho…

 

Es folgt eine Aneinanderreihung weiterer möglichst negativer Assoziationen, die einem irgendwie zu dem Thema einfallen, wenn man an was ganz anderes denkt. Nämlich an radikale Tierrechtler, die man nicht mag.
Was das ganze mit „Tierrecht“ zu tun hat, bleibt wieder eine offene Frage, für all jene, die durch den ominösen Psychoterror noch nicht paranoid geworden sind…

 

Kommen wir zum nächsten (romantischen) Bild.

gerati3Dieses professionell mit Microsoft Paint designte Bild vor einer mysteriösen Vollmondkulisse möchte uns mitteilen wie heuchlerisch Peta ist. Mit einem Vergleich. Ganz ohne das Substantiv an sich zu nennen. Aber mit Vollmond.
Es sagt, dass PETA Pitbulls ausrotten möchte und kastrieren möchte, was Gerati natürlich schrecklich findet. Kastrieren! So eine unnütze, brutale Tat für das arme Tier.
Auf der anderen Seite sagt Gerati, dass PETA gegen das Schnabelkürzen von Geflügel ist, da es „verletzungsvorbeugend“ ist.
Wenn Sie bereits die Logik nicht verstanden haben, hier ist sie:
PETA ist (selbstverständlich immer irgendwie) radikal gegen etwas, dass Tieren wehtut, obwohl Gerati sagt, dass es die Verletzungsgefahr mindert, also irgendwie gut ist. Aber PETA verlangt im Gegenzug etwas, dass anderen Tieren wehtut und will andere Tiere ausrotten.

Ist Ihnen dieses romantische Mondbild dazu bereits perfide genug?
Nein? Dann schauen wir jetzt mal anhand dieses Beispiels, was hinter den Aussagen steckt…

Eine seriöse Tierschutzseite, die der Albert-Schweitzer Stiftung , (die für Gerati wohl auch nur Tierschutzlügner sein werden) sagt folgendes zu den Schnabelkürzungen:

Das Schnabelkürzen ist eine Prozedur, die bei praktisch allen Küken vorgenommen wird, die später als Legehennen in Boden- und Freilandhaltungen Eier legen müssen. Die mit Nerven durchsetzten Schnabelspitzen werden dabei mit einer heißen Klinge oder einem Laser abgetrennt, um zu vermeiden, dass die Hennen sich später gegenseitig verletzen oder gar töten.

Das Schnabelkürzen ist ein typisches Symptom der Massentierhaltung: Die Tiere werden den schlechten Haltungsbedingungen angepasst, anstatt die Haltungsbedingungen den Tieren anzupassen. Wären die Bedingungen nicht so schlecht und weniger stressverursachend, würden die Verhaltensstörungen Federpicken und Kannibalismus gar nicht erst entstehen.

Schnabelkürzen ist im Grunde verboten

Aus tierschutzrechtlicher Sicht ist das Schnabelkürzen nur in Ausnahmefällen erlaubt. Das bedeutet, dass alle Fälle geprüft werden müssen. Erst dann, wenn es keine Alternativen zum Schnabelkürzen gibt, dürfen Ausnahmegenehmigungen erteilt werden. In der Praxis werden die Ausnahmegenehmigungen aber immer und ohne jede Nachfrage erteilt. Damit befindet sich der Tierschutz (mal wieder) in einer Situation, in der er um gesetzeskonforme Bedingungen kämpfen muss.

Das Kürzen von Kükenschnäbeln beugt also weiteren Verletzungen durch eine Verletzung vor, die im Zuge unserer Massentierhaltung überhaupt erst existieren kann.
Interessant ist auch, dass diese Praxis durch das geltende Gesetz verboten ist.
Das eigentliche Recht für die Tiere (welches bereits existiert) wird also durch Ausnahmeregelungen umgangen. Erinnern Sie sich noch an das weniger romantische Bild von vorhin? Als Ihnen durch Gerati erklärt wurde, dass das „Tierrecht“ an sich irgendwie „verfassungswidrig“ ist? …

Und unser aller Liebling PETA? Was sagen die zum Vorwurf der „Ausrottung“?

Sollten rassespezifische Gesetze gelten?
PETA bittet jeden Menschen, der einem Hund langfristig ein gutes Zuhause bieten kann und möchte, einen heimatlosen Hund aufzunehmen und sich so gegen jegliche Form der Zucht auszusprechen. In deutschen Tierheimen warten unzählige Hunde auf ein neues Zuhause; […] Aus Tierschutzsicht ist es daher höchst kontraproduktiv, die Reduzierung der Population von Pit Bulls oder anderen „Zuchthunden“ durch entsprechende tierfreundliche Zuchtgesetze oder Zuchtverbote verhindern zu wollen. „Kampfhunde“ werden zudem häufig missbraucht, vernachlässigt, gequält und vom Menschen erst zu gefährlichen Hunden gemacht – teilweise aufgrund ihrer „Rasse“. Sofern die rassespezifischen Gesetze also die Tiere, die bereits in einem guten Zuhause leben, nicht negativ betreffen, können diese Gesetze zum Schutz der Tiere beitragen.

Was Gerati also ganz unvoreingenommen daraus schließt, ist die radikale „Ausrottung“ einer Rasse. Klingt irgendwie bekannt, oder? …
Immerhin geizt Gerati nie mit Hitlervergleichen:

gerati hitler

An anderer Stelle aber freut man sich, wenn Holocaust Vergleiche der Tierrechtler kritisiert werden…

Dabei ist PETA wie viele radikale Tierrechtsorganisationen einfach gegen eine weitere Vermehrung, ruft sogar dazu auf Kampfhunde aus dem Tierheim zu sich zu nehmen, möchte aber verhindern, dass unsere Tierheime weiterhin voll mit ihnen sind.
Das ist, was Gerati dann unter „Ausrottung“ versteht.

 

Dieses Bild hier hat übrigens kein Tierrechtler auf die Peta-Nein Danke Seite gepostet, nein, das überaus sachliche, unvoreingenommene und immer an Quellen / der Wahrheit interessierte Gerati hat dieses fundierte Bild kreiert…
gerati4Auch kennt sich Gerati besonders gut mit Bildmanipulationen aus.
Schließlich haben Sie ja bereits nur die hochwertigsten und professionellsten Bilder der Peta – Nein Danke Seite gesehen, die sich auf dem neusten Stand der digitalen Bildbearbeitung befanden.
Mit dieser geballten Photoshop Kompetenz zeigt uns Gerati auch gerne dreiste Bildmanipulationen von PETA:

gerati bildGanz nach dem Motto des Gerati Bildes zuvor:
„Die Tierrechtler sind bloß notorische Lügner, die keine Fakten benutzen“ …

 

Sie sehen: Gerati ist ganz anders als PETA. „Peta – Nein danke“ nutzt nämlich nur Fakten, die eigens recherchiert wurden, um in Form derer, die sich irgendwie für Tiere einsetzen, den Teufel aus der Gesellschaft auszutreiben
Gerati jedenfalls ist unkritisch gegenüber der Massentierhaltung und verteidigt die Jagd vehement. Wer beispielsweise den Zirkus kritisiert gilt sowieso schon als blöder Tierrechtler…
Aber alles das und vieles weitere wird es in einen der nächsten Artikel zu Gerati geben.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum ich plötzlich Tierrechtler / PETA verteidige?
Das hat einen einfachen Grund: Ich wurde vom Betreiber von Gerati.de ( Silvio Harnos ) selbst mehrmals mit einem meiner Artikel über PETA auf seiner Facebookseite verlinkt.
Meine Artikel bekamen Zuspruch seiner Leser, er verwendete sie somit als Argument für seine Tierhetze.
Außerdem habe ich einige Facebook Bekanntschaften, die „Peta -Nein danke“ regelmäßig kommentieren oder denen die Seite einfach gefällt. Vielleicht haben sie gar nicht bewusst wahrgenommen, welchen unseriösen Müll Silvio Harnos auf seiner Seite verbreitet und wie sehr seine Ideologie, die mit PETA Hand in Hand einhergeht, tierfeindlich ist.
Unseriöse Kasperlseiten wie „Peta – Nein danke“ behindern zudem immens die Arbeit, die ich mir mit dem Projekt „Homoneo.de“ mache.
Warum fragen Sie sich?
Dazu müssen Sie sich einfach einige Minuten lang anschauen, welche belanglosen, schlechten und überhaupt nie faktenbasierenden Texte Gerati.de / Peta-Nein Danke verbreitet. Diese gänzliche Antiideologie zu PETA verhindert eine seriöse Wahrnehmung von Tierrechtskritik. Sie popularisiert dermaßen, dass seriöse Argumente gegenüber denen von Tierrechtlern verpuffen, da derartige Diskussionsteilnehmer überhaupt nicht ernst zu nehmen sind.

PETA kann daher mit dem Finger auf Gerati zeigen, um zu demonstrieren, wie leer die Behauptungen sind, die gegen sie erhoben werden. Schlimmer noch: Sie können zeigen, wie sich andere gegen Tierschutzmaßnahmen jeglicher Art aussprechen und ziehen somit wieder mehr Menschen auf ihre Seite.

Gerati ist ein Feindbild für jeden Tierschützer, weil es Tierrechte an sich nicht in einer modernen Gesellschaft sehen will.
Nahezu jede Unterstellung auf der Seite ist doppelzüngig, weil sie von Gerati selbst an anderer Stelle genutzt wird.
Gerati und PETA sind einfach unterschiedliche Seiten der selben Medaille.
Bitte fallen Sie auf keine der beiden Seiten rein und machen Sie sich Ihr persönliches, gesundes Bild vom Tierschutz.
Dies war mit Sicherheit nicht der letzte Artikel zum Thema Gerati. Die Seite bietet noch Unmengen neuen Stoff für reißerische Zerpflückungen … 😉
In diesem Sinne auch noch schöne Grüße an Herrn Harnos, der mich noch dazu vor einigen Monaten fragte, ob ich einen Artikel (exklusiv) für Gerati.de schreibe. Mit diesem Artikel dürfte die Antwort dazu gegeben worden sein! 😉
Geheimer Text:
Guck, guck! Ja! Sie haben ihn gefunden! Den geheimen Abschnitt auf dieser Seite.
Glauben Sie ich lehne mich zu weit aus dem Fenster, wenn ich davon ausgehe, dass Gerati & Co diese versteckte Botschaft nicht finden werden? Ich traue es ihnen jedenfalls nicht zu. Den Homoneo.de Lesern aber sehr wohl. Sie sind spitze! ; – )
Wissen Sie warum Sie das hier sehen?
Weil ich Ihnen eine geheime Vorhersehung machen möchte: Ich möchte wetten, dass ich in irgend einer Form von Gerati die Argumentation bekomme, dass ich mit Homoneo lediglich eifersüchtig bin, dass ich viel weniger Klicks o.ä. habe als Herr Harnos. Also nur für den Fall, dass dieser Artikel überhaupt unter seine Augen gerät… aber ich werde mit Hilfe des Hashtags „gerati“ einfach mal für ein wenig mehr Aufmerksamkeit sorgen… ; – )
Vielleicht bekomme ich auch eine Unterlassungserklärung? Wer weiß.
Sie werden sehen: So funktioniert unsere Leistungsgesellschaft, aber keine Sorge: Die Entlarvung hat gerade erst begonnen…

Ein Kommentar zu: “Gerati / Peta-nein Danke ♥liebt Peta

  1. Matthias Rataj 3. Februar 2016 14:09

    Hey meine Lieben,

    vielen Dank für euren Artikel.

    Wir (Peta2 Streetteam Berlin) haben auch grad so unsere Schwierigkeiten mit dem guten Mann respektive der Seite PETA – nein Danke.

    Wir haben so eine kleine Aktion gestartet und unsere Teamer*innen gebeten, die Facebook Seite mit 1 Stern zu bewerten. Schaut doch mal selbst einfach vorbei und macht euch ein Bild davon, wie dort mit Kritik umgegangen wird.

    Fast kein Kommentar des Seitenbetreibers unter eine unserer Bewertungen, kommt dort ohne Beleidung, Unterstellungen oder herabwürdigende Adjektive aus. Selbst wenn dort nur bewertet und nicht mal ein böses Wort geschrieben wird.

    Leider schließen sich die Besucher*innen/Verteidige*innen der Seite in Form und Ausführung ihrer Kommentare dem Seitenbetreiber an.

    Wenn man dann tatsächlich mit Fakten und Argumenten kommt, sowie seine Meinung länger als 5 Minuten zu vertreten weiß, wird man mundtot gemacht und geblockt.

    Vielleicht habt ihr ja Lust die aktuelle Situation auf PETA – nein Danke zu beleuchte?

    LG
    RISE & RESIT
    Matthias
    (Coordinator PETA ZWEI Streetteam Berlin)

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