Peta ♥ hat die besten Argumente.

Auf der offiziellen Facebookseite von PETA Deutschland hat PETA gerade einen Artikel über die Salmonellengefahr von Reptilien geteilt. Der kommt ihnen gerade recht, denn so konnten sie einen zwei Jahre alten, eigenen Artikel ausgraben, der so realitätsfern wie der Weltfrieden ist.

Aus einem anderen Artikel wissen wir bereits, dass es nie gut endet, wenn PETA eine Aufzählung im Namen ihres Artikel benutzt. In einem jetzt wieder hervor gekramten Artikel im „Veganblog“ haben sie es erneut getan.

3 Gründe, warum Reptilienhaltung für den Kind gefährlich ist!

Selbstverständlich ist der Inhalt des Artikels auf dem bekannten, tiefen Niveau, welches wir seit jeher von PETA gewohnt sind. Aber das, was die vielsagende Autorin „Dörte“ wow…Klischees… dort inhaltlich über das PETA Medium „Veganblog“ verbreitet, grenzt fast schon an eine Intervention auf Ihre Synpasen.
Und wie wir in der lächerlichen Militarisierung in der Diskussion um Tierrechtsaktivisten gelernt haben, darf man sich bei einem Angriffskrieg durchaus verteidigen. Darum schauen wir uns das mal ein wenig genauer an! 😉

 

Ich möchte den Aufhänger für das erneute Posten dieses Artikels, der gleichzeitig auch den ersten Punkt auf der Liste darstellt, nur ganz kurz anreißen. Reptilien mit Salmonellen, die eine Gefahr für Menschen seien – diese Art der Argumentation ist nicht neu.
Organisationen wie PETA und ihrer Ideologie nahen Splittergruppen, die eigentlich die Rechte der Tiere im Fokus haben, haben (um Verbote durchzusetzen) nie damit gegeizt auch auf mögliche Gefahren, die von „Exoten“ für den Menschen ausgehen, hinzuweisen. Dabei ist eine solche Argumentation bei PETA eher Mittel zum Zweck.
Dass diese Taktik so erfolgreich ist, wie Aufrufe des IS an europäische Einzeltäter, um unsere Gesellschaft zu spalten, zeigen ja die immer weiter reichenden Gefahrentiergesetze, die objektiv betrachtet völlig überflüssig sind, weil es keine signifikanten Unfallzahlen mit „Exoten“ gibt, die die Politik zum Handeln bewegen müssten.
Durch die geschickte Druckausübung auf eben solche, gelang es eben jenen Ideologen (statistisch gesehen) völlig überflüssige Gesetze gesellschaftsfähig zu machen. Mit einer Vielzahl gesellschaftspopulärer Texte, Propaganda und Druckausübung haben Organisationen wie PETA, 4Pfoten und neuerdings auch der WWF dazu beigetragen, dass wir über diese Gesetze überhaupt erst sprechen.
PETA möchte (wie immer) jedoch noch viel weiter gehen. Sie möchten ihre Sichtweise totalitär durchsetzen und Exoten jeglicher Art nicht mehr in Aquarien oder Terrarien sehen. Darum eignet sich das Argument „Salmonellen“ besonders gut, weil diese Gefahr theoretisch nahezu alle Reptilien betrifft.
Wobei „Gefahr“ eine Sache der Sichtweise ist. Im von PETA verlinkten Artikel:
http://www.schwaebische.de/panorama/wissen_artikel,-Kuessen-verboten-_arid,10639611.html
wird die Gefahr als realistisch, aber statistisch doch eher gering eingeschätzt.
Dass die Zahl von Salmonelleninfektionen durch Reptilien jedoch steigt, ist Grund genug für PETA als Quintessenz einer solchen Studie eine generelle Gefahr herauf zu beschwören. Und da der Artikel als Fallbeispiel eine  Infektion von Kleinkindern heranzieht, sieht PETA sich augenscheinlich gezwungen den Veganblog-Artikel von Dörte wieder auszugraben.
Schauen wir uns aber einfach mal an, wie es mit dem Infektionsrisiko bei Hunden und Katzen aussieht.

Etwa 75% der in den letzten 10 Jahren auftretenden oder wieder aufgetretenen Erkrankungen des Menschen lassen sich auf Pathogene zurückführen, die vom Tier oder von Tierprodukten ausgehen (Quelle: WHO)

[Anm.: Das sind:]

Bartonellose
Chlamydiosen
Giardiasis
Mikrosporie
Katzenpocken
Pasteurellose
Salmonellose
[!]
Sporotrichose
Tollwut
Toxoplasmose
Tuberkulose
Wurmbefall

Quellen:
http://www.laboklin.de/pages/html/de/VetInfo/aktuell/lab_akt_0709.htm

http://www.tagesspiegel.de/wissen/krank-durch-haustiere-hunde-und-katzen-koennen-ihre-halter-anstecken/11663242.html

 

Eine ganze Liste von Krankheiten und Parasiten, die Nicht-Exoten wie Hunde und Katzen uns da anschleppen können. Und: Oh Überraschung! Selbst die Übertragung von Salmonellen liegt im Bereich des Möglichen.
Und was aus dieser langen Liste können nun Reptilien auf den Menschen übertragen?…
Natürlich nur Salmonellen.

giphyj

Ich weiß nicht, wie Dörte und PETA das sehen, aber in meiner objektiven Wahrnehmung ist das Gefahrenpotenzial durch übertragbare Krankheiten bei Reptilien im Verhältnis zu Hunden und Katzen ein kleeeeeeeeeeeeines bisschen geringer. 😉
Vielleicht möchte PETA aber auch einfach nur kein „Whataboutism“ betreiben und wäre ebenso gegen die Haltung aller domestizierten Haustiere, möchte aber lieber bei Reptilien anfangen?

Jetzt möchte ich Ihnen aber den unglaublichen Inhalt der zwei ausstehenden Punkte zeigen.
Argument 2 gegen die Exotenhaltung, begründet aufgrund der Gefährlichkeit für Kinder, lautet:

2. Allergien und Atemwegserkrankungen durch „Futterinsekten“

„Moment“, werden Sie jetzt sagen. „Hatten wir das nicht gerade schon einmal? Genau die selbe Argumentationsweise?“.
Ja, hatten wir.
Denn da der Autorin Dörte nichts besseres einfällt, nimmt sie das selbe sinnlose Argumentationsmuster für das zweite von nur drei Argumenten gegen Reptilienhaltung.
Sie werden sich vermutlich außerdem fragen:
„Mehr als 3 Argumente sind ihr nicht eingefallen und zwei davon fußen quasi auf dem selben Unsinn?!“
Ja, Sie sind gut. (darum lesen Sie auch Homoneo.de 😉 ) Das ist völlig korrekt.
Die Studie, Der Essay, auf den PETA Bezug nimmt und den Dörte im Blog verlinkt, finden Sie hier.
Ich mache es aber ganz kurz für Sie:

Grillen, oder wie in diesem kurzen Essay sehr (art)unspezifisch „Grasshopper“  genannt, sollen potenzielle Allergieauslöser sein.
Dazu wird ein Fallbeispiel erläutert.
Aber wissenschaftlich geklärt wurde es noch nicht.
Denn der von PETA verlinkte Artikel spricht nur von einer

There is strong evidence

großen Wahrscheinlichkeit, dass es so ist. Bewiesen wurde es noch nicht.
Augenscheinlich reicht es jedoch aus, dass die überaus qualifizierte Fachautorin Dörte diese Vermutung als Fakt darstellt und für ihre Argumentation gegen die Reptilienhaltung nutzt. Ideologien brauchen eben Nahrung und eine völlig naturentfremdete Ideologie, wie sie PETA und Konsorten verbreiten, ist umso hungriger. So hungrig, dass jedes Argument, das irgendwie passen könnte, gierig verspeist wird.
Denn wie ich bereits erwähnt habe: Selbst wenn das allergische Potenzial von den Heuschrecken und nicht vom Substrat oder ihrer Nahrung ausgeht: Wir wären wieder bei der selben Argumentation, wie im ersten von drei Argumenten gegen Reptilienhaltung…
Das allergische Potenzial von Hunden, Katzen und Kaninchen ist nämlich ein deutlich größeres.
Ist das schon „Whataboutism“ oder einfach nur wieder eine bewusste Verzerrung der Realität?

Und damit nicht genug; in ihrer antispeziesistischen Auslegung unserer Welt weiß Dörte vermutlich nicht (oder verkauft ihre Leser weiterhin für dumm), dass Reptilien (Reptilia) so divers wie wir Säugetiere (Mammalia) sind, sprich: Die Ernährungsweise ist artspezifisch völlig unterschiedlich. Selbst innerhalb einer Familie.
Selbst Insektenfresser müssten nicht zwangsläufig mit Heuschrecken (Orthoptera) ernährt werden, sondern könnten auch mit artfremden Insekten, wie z.B. Schaben (Blattodea) ernährt werden, die häufig für die Futtertierzucht genutzt werden. Für PETA ist das alles Krabbelgetier, bei dem man natürlich auch nicht gern über Tierrechte spricht. Die kaum mehr vorhandene Verwandtschaft von Schaben und Grillen, macht es äußerst unwahrscheinlich, dass sich auch hier die selben allergenen Faktoren finden lassen, wenn sie überhaupt auf die Tiere selbst zurückzuführen sind.
Oder ist es nicht etwa das Substrat, auf dem sie leben oder die Gräser, die sie fressen.
Denn was die Allergie auslöst (noch einmal): Ist noch gar nicht abschließend untersucht.
Fazit:

 

hjzuz

 

 

Jetzt kommt mein Lieblingspunkt, bei dem ich etwas genauer in den gruseligen Teil des Textes eintauchen möchte.
Das letzte von 3 Argumenten lautet:

3. Beißvorfälle

Abgesehen davon, dass Homoneo bereits zum Gefahrenpotenzial von Exoten einen vergleichenden Artikel geschrieben hat, ist dieses Argument besonders dann schlecht, wenn es so inhaltsleer ist, wie in diesem Artikel.

Reptilien sind keine Kuschel- oder Streicheltiere! Tiere wie Chamäleons, Echsen und Schlangen sind nicht-domestizierte Wildtiere

Richtig, denn Reptilien ersetzen auch keine Hunde oder Katzen.
Sie leben in einem geschlossenen Bereich und sind alleine deshalb schon deutlich weniger gefährlich, da jeder verantwortungsvolle Terrarianer, der Kinder im Haus hat, seine Terrarien mit Terrarienschlössern sichern sollte, gerade wenn Gefahr von den Tieren ausgeht.
Das sollte man im übrigen auch mit Hunden tun, die jährlich für zichtausende Bissunfälle verantwortlich sind.
Nämlich schätzungsweise 30.000 bis 50.000 im Jahr (!). Das als Argument zu verwenden, so wie es PETA tut, erinnert an unsere Flüchtlingsdebatte:
Während wir jede Straftat durch Flüchtlinge medial ausschlachten, vergessen wir, dass deren Gesamtanteil an der Bevölkerung geringer ist und wir ihre Anzahl von Straftaten im Verhältnis zur Gesamtzahl sehen müssen. Am Ende sieht man, dass Flüchtlinge Menschen sind, wie Sie und ich, die leider ebenfalls Straftaten verüben. Aber statistisch gesehen nicht häufiger, sondern tendenziell sogar eher seltener.
Wir wollen aber an dieser Stelle keine Debatte darüber führen, sondern sehen, dass Reptilien genau so für Bissunfälle verantwortlich sind, es aber deutlich weniger von ihnen im Vergleich zu Hunden in deutschen Haushalten gibt.
Die oben genannten Zahlen zeigen dennoch, dass die tatsächliche Anzahl von Bissunfällen mit Hunden um ein x-faches höher ist, weil es eben auch viel mehr Hunde, als Reptilien in Deutschland gibt. Wahrscheinlich. Denn wissen kann man das (noch) nicht. Dafür gibt es die Exopet Studie, die momentan noch läuft.
Am Ende des Tages ist die Wahrscheinlichkeit dennoch vielfach größer, dass Sie morgen von einem Hund gebissen werden, als von einem Reptil, zumal Reptilien gemeinhin auch sicher „verwahrt“ werden und Bissunfälle durch entflohene Reptilien statistisch überhaupt gar kein Faktor mehr sind.

Aber jetzt wird es lustig…
Wie bereite ich Sie auf mein absolutes Lieblingsargument vor, das PETA jemals verbeitet hat…?

Es ist…

Ja.

Ich weiß nicht.

Ich habe es nicht geglaubt.

Es steht aber da.

Ganz ehrlich.

Ich würde niemals lügen.

Nur manchmal.

Ach ne, doch nicht.

Also wirklich.

Möchten Sie zwischendurch einen Kaffee?

Kopi Luwak vielleicht?

Hab gehört der soll gut sein.

Sorry.

Konnte ich mir nicht verkneifen.

Steilvorlage und so.

Kennen Sie, oder?

So.

Jetzt.

Aber.

Hier.

Kommt.

Das.

Zitat.

 

ecx

 

 

 

(Kein Witz) Tatsächlich schreibt die Autorin Dörte:

Wissenschaftler wissen, dass alleine der Blick eines Menschen, aber natürlich auch Berührungen usw., bei einem Wildtier Todesangst auslösen kann.

ttrt

Hat sie das wirklich geschrieben?
Ja, sie hat.
Wie viele Gegenbeispiele soll ich Ihnen für diesen, natürlich quellenlosen, Unsinn nennen?
Fangen wir mal an…
Beispiele, die zeigen, dass Wildtiere alleine auf den Blick von Menschen mit Todesangst reagieren:
(und Wissenschaftler „wissen das“)

 

 

Ich denke das sollte erst einmal reichen.
Sie sehen bereits jetzt, dass all diese Wildtiere Todesangst haben müssen (Wissenschaftler wissen das) und unter der Anwesenheit des jeweiligen Menschen leiden.
Sie sind ja schließlich nicht doof! 😉

 

Es ist schon fast traurig mitanzusehen, dass PETA es nicht hinbekommt auch nur ein einziges sinnvolles Argument zu finden, selbst wenn eine Liste nur drei Punkte umfasst.
Aber wir geben Dörte noch eine Chance.

Außerdem reagieren die Tiere besonders empfindlich auf nicht angemessene Temperaturen, falsche Luftfeuchtigkeit und natürlich auf Lärm/Vibration.

Eine Katze sollten Sie auch nicht direkt auf einen Subwoofer setzen und einen Hund nicht in einem Auto im Hochsommer alleine lassen. Menschen tun es trotzdem. Leider – und dennoch sehen PETA und Co hier keinen Handlungsbedarf Hunde oder Katzen zu verbieten, weil wir Menschen Vertreter unserer Art hervorgebracht haben, die schlimme Dinge tun.
Reptilienhaltung hat sogar den Vorteil, dass die notwendigen Haltungsbedingungen aufgrund der Abgeschlossenheit des Haltungsraumes viel besser praktiziert werden können, als bei anderen Tieren. Wie viele Wellensittiche oder Kaninchen müssen in viel zu kleinen Käfigen ihr bemitleidenswertes Dasein fristen?
Viele Reptilien haben einen geringeren Platzbedarf (gerade Schlangen) und sind daher mit Berücksichtigung ihrer klimatischen Bedingungen problemlos zu züchten.
Dass das natürlich nicht jeder Halter hinbekommt, ist kein Problem welches nur Reptilienhalter betrifft. Probleme wie Rachitis und Co lassen sich durch verantwortungsvolle Tierhaltern einfach vermeiden.
Verantwortungslose Tierhalter finden wir aber leider überall.
Warum legt PETA nicht ihren Fokus darauf, solche Leute allgemein zu kritisieren und für Aufklärung zu sorgen, anstatt willkürlich eine Tierhaltung zu diffamieren, weil sie einfach nicht in ihr Weltbild passt, obgleich Reptilienhaltung ökologisch gesehen meistens viel sinnvoller ist, als die doch sehr egoistische Haltung von Hunden und Katzen?
Denn davon gibt es mehr als genug, ihre Existenz ist der anthropozentrischen Sichtweise auf die Natur geschuldet und Katzen können als Freigänger die heimische Fauna schädigen.
Eine Bartagame in einem Terrarium kann das nicht und sie zu halten ist keine Zauberei, so wie PETA es gerne seinen Lesern verkaufen möchte.
Vielleicht hält PETA diese tatsächlich für sehr, sehr blöd?

 

Aus meiner jahrelangen Erfahrung in der Reptilienpraxis weiß ich, dass Bissverletzungen durch Reptilien als ernst zunehmende Gefahr wahrgenommen werden sollte.

Diese jahrelange Erfahrung scheint in Hinsicht auf die Fachkenntnis beim Thema Reptilien jedenfalls gänzlich an ihr vorbei gegangen zu sein.
Donald Trump hat sogar mehr als 60 Jahre lang Erfahrung darin gemacht ein Mensch zu sein, versagt hat er trotzdem.

trump

Wie dem auch sei; Natürlich können manche Reptilien durchaus gefährlich sein. Darum gehören sie natürlich auch nicht in ein Kinderzimmer.  Jeder verantwortungsvolle Halter sollte potenziell gefährliche Tiere immer sicher verschließen.
Das ist auch sehr einfach möglich und das Bild vom Leguan im Kinderzimmer, das hier versucht wird aufzubauen, ist realitätsfern.
Anstatt wieder einmal mit falschen Argumenten nur schwarz und weiß zu propagieren, wäre es sinnvoller sich für eine vernünftige Haltung von Tieren stark zu machen und auf so etwas hinzuweisen.

 

Fazit: Reptilien sind einfach nicht an ein Leben mit dem Menschen angepasst und leiden immer unter der Gefangenschaft. Außerdem müssen sie als greifbares Gefahrenpotential besonders für Kinder und immunsupprimierte Menschen (Schwangere und ältere Menschen) erkannt werden.

Immer? Das ist eine unsachliche Behauptung, die überhaupt nicht nachzuvollziehen ist, aber von Dörte aufgestellt werden muss, wenn sie in das Muster einer Autorin von PETA passen möchte, denn die Vermeidung von Tierleid steht da an oberster Stelle. Wenn man in der Folge kein Tierleid bei Reptilien feststellt, dann macht der Artikel überhaupt keinen Sinn. Folglich muss Leid immer vorhanden sein. Worauf diese Aussage fußt? Bauchgefühl und jahrelange Praxiserfahrung.
Dass dieser Artikel auch so sinnfrei ist, sollte ich Ihnen nun ausführlich aufgezeigt haben.

Und wissen Sie was?
Genau darum tötet PETA tatsächlich Tiere.
Weil Sie ihre Leser für doof verkaufen, argumentieren wie ein Kind und nie zwischen Arten unterscheiden können.
Alles wird in schwarz und weiß eingeteilt. Arten werden durch eine anti empirische Deutung des Antispeziesismus ad absurdum geführt, denn die Differenzierung von artspezifischen Ansprüchen wird komplett unter den Tisch gekehrt. So erzieht man seine Leser zu undifferenzierten Hetzern, die noch dazu falsches Wissen über Reptilien vermittelt bekommen und alle Reptilien gleich behandeln wollen. Von der pflanzenfressenden Schildkröte zum Stummelschwanzchamäleon.
Was wäre, wenn wir die Ideologie einer solchen Autorin in die Tat umsetzen würden?
Wir würden menschlich egoistisch handeln. Völlig anthropozentrisch, genau entgegengesetzt zu dem, was PETA Ihnen angeblich nahe legen möchte. Wir würden unsere Umwelt nämlich viel undifferenzierter sehen und die Ansprüche einzelner Arten würden durch ein diffuses Bild von Panikmache ersetzt werden. Panikmache, wenn es um die angeblichen Gefahren von „Exoten“ geht, nur um die eigene Sichtweise mit irgendwelchen Argumenten zu rechtfertigen zu versuchen.
Stellen Sie sich mal vor, so einen drei Punkte langen Müll lesen Menschen, die wirklich nicht besonders reflexionsbegabt sind. Wenn sie mal eine heimische, bedrohte Schlangenart finden sollten, töten sie sie womöglich. Dass das dem Grundgedanken von PETA widerspricht ist erst einmal zweitrangig, denn wer mit falschen Argumenten seine Ideologie bekräftigt sehen möchte, nimmt das in Kauf.
Wer mit nicht relevanten Gefahren von Exoten oder Reptilien spielt, spielt auch mit der Gefahr, dass seine Leser auch so handeln könnten, weil man die Nähe zur Natur auf diese Art vollständig kappt. Man überzieht 200 Jahre Artenforschung mit einem Ölfilm aus Unwahrheiten und der eigenen Pseudowissenschaft, um  seiner Ideologie krampfhaft treu bleiben zu können. Das kann Tiere töten, weil es sie im Kern alle artübergreifend angleichen möchte.
Alle sollen sich gleich fühlen und empfinden, alle Reptilien das selbe sein, weil das Konzept einer menschlichen Emotionswelt an alle Arten angelegt wird.
Außer natürlich Insekten und sowas ekliges!!!11elf
Das ist das Fazit einer solchen Herangehensweise, wie PETA sie propagiert und das macht PETA und Co gleichsam so gefährlich:
Es sind nicht die Diffamierungsversuche, dass PETA angeblich Tiere am laufenden Band töten würde. Dagegen weiß PETA sich argumentativ zu wehren. Es ist die Tatsache, dass der Grundgedanke, mit dem PETA argumentiert, destruktiv für die Tierwelt ist und vor allem: Ein menschlicher Egoismus ist.
Der Egoismus, dass man Tierleid nicht ertragen kann, ganz egal ob die Natur ein Hort der Grausamkeiten sein kann, bei dem Hauskatzen Singvögel in Stücke reißen.
In der Welt von PETA und Dörte wird das ausgeblendet, weil man vor allem als Mensch agiert und sich nicht als eigenständige Spezies sieht, die ganz andere Bedürfnisse hat, als andere Arten sie haben.
Und so tötet PETA.

 

 

Bilder:

Beitragsbild: Screenshot von http://www.veganblog.de/2015/11/3-gruende-warum-reptilienhaltung-fuer-dein-kind-gefaehrlich-ist/
.gif Animationen: Giphy.com

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